Neugier als Türöffner für Kreativität

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Neugierig sein bedeutet mich jenseits von Konsum zu befinden – offen für das, was mir begegnet. Ich entdecke, erkunde, sehe Phänomene wie die Spiegelungen von Licht oder Farbe anstatt vorgefertigt wahrzunehmen also wiederzuerkennen, was ich erwarte zu sehen. Oft spare ich mir meine Worte, die das Entdeckte gleich einordnen würden. Das lässt mich freier und spielerischer sein und jenseits der so oft gefragten Ernsthaftigkeit.

Neugier ist ein Türöffner für Kreativität. Hereinspaziert! Kreativ nennen wir in der Regel künstlerische und musische ,Techniken‘. Erwachsene Kreativität bedeutet für mich aber auch gute Lösungen zu finden, aus wenig etwas zu zaubern, Erfahrungen im richtigen Moment zu nutzen, aus Intuition zu handeln und mit sicherem Gefühl Situationen zu gestalten. Leider wird Erwachsen-Sein übermäßig durch Denken bestimmt und in vermeintlich linearen Prozesse gesehen in denen wenn/dann Rezepte dominieren. Leistung ist selbstverständlich, die (eigenen) Erwartungen oft hoch. Im Alltag dieser Welt haben Verpflichtungen viel zu oft Vorrang.

Verpflichtungen immer den Vorrang zu geben, ist ganz sicher ein Kreativitätskiller. Ist mein Alltag eine Aneinanderreihung von todo’s und mein Kopf immer gleich mit dem beschäftigt, was noch geschehen soll, so verhindert das verloren zu gehen im Augenblick. Wie wäre es mit einem Mischgewebe. Warum nicht mittendrin verweilen? Als sehr häufiges Hindernis zur kontemplativen Fotografie nennen Teilnehmerinnen der Kurse, dass sie sich keine Zeit nehmen konnten. Meinen Alltag einzuteilen in Zeit für Pflicht und Zeit für Sehen ist der falsche Ansatz. Sehen kann immer geschehen, mittendrin. Die Sonne auf dem Küchenkrepp, während ich die Küche aufräume.

Voraussetzung für entspannte Wahrnehmung ist die Bereitschaft sich dem Erleben zu öffnen, welches auf der anderen Seite liegt von fix durchdenken, effektiv einordnen, rasch bewältigen. Es ist eine Hinwendung zu nutzloser Alltagspoesie, zum unvorbereiteten Nichtstun, zu Nebenschauplätzen und einer nicht enden wollenden Neugier auf die Welt der Phänomene.

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