Shambhala Mountain Center

Samstagmorgen, 9 Uhr. Yeah, ein Roadtrip! Ab in die Berge. Schon am Freitagabend hüpft mein Herz bei dem Gedanken, Shambhala Mountain Center zu besuchen. Kaum haben wir Boulder verlassen, macht der Highway 287 einen dieser unverkennbaren Schwünge, bei denen sich auf einer Kuppe angekommen der plötzliche Blick in diese unendliche hügelige Weite eröffnet. „Das habe ich in Europa so noch nicht gesehen“, sage ich zu Kat, die neben mir sitzend das sehr normal findet. Auch das Wort space gibt es nicht in meiner Sprache, und hier ist es so sehr spürbar.

Wir tauchen immer tiefer ein in die Landschaft, den Blick auf die schönen Felsformationen. Die Höhe von 2.500 m wird spürbar, die Luft ist frisch und so klar, der Wind stark. Plötzlich sind wir da. „Take Great Eastern Sun Road!“, sagt der freundliche Shambhalian am Tor. „I will not miss that!“ Der Duft von Kiefern begleitet uns, kleine kräftige Blumen, sandige Wege, ein Birkenhain, weite Wiesen voller Salbei, Zelte. Wir wandern durch das Land, und ich erzähle K. ab und zu zwischen dem Stillsein, was ich darüber weiß, wie Trungpa den Ort gefunden hat, was er mitgebracht hat und warum hier Zelte stehen. Jede für sich entdeckt den Platz, die Stupa. Für die Stelle, an der alle etwas hinterlassen, finde ich etwas für mich Wertvolles in meiner Tasche. Dann gehe ich hinein und tauche einfach ein in diese reichhaltig gefüllte, leere Stille.

Auf dem Rückweg nehmen wir den Highway, an dem die riesigen Supermärkte, Truck-Rents und commercial areas liegen. Trotz aller Weite eröffnet sich kein space, der Blick bleibt an den Schildern hängen, ist aufgehalten, die unendliche Weite unterbrochen.

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