Ljubljana entdecken

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Das Flugzeug nach Ljubljana gleicht der Größe eines Busses. Der kleine Flughafen liegt nah an den Bergen. Ljubljana hat einen erstaunlich kleinen Bahnhof und unzählige Buslinien auf dem Bahnhofsvorplatz: 2 Stunden nach Zagreb, 3,5 Stunden nach Venedig, 1,5 nach Triest.

Reisen ist entdecken und Slowenien am Rand des Balkans ein charmantes Ziel. Vor der Abreise verwunderte Fragen: Warum Slowenien? Beim Gegenüber stellt sich keine genaue Vorstellung von diesem Land ein. Die Assoziationen zu einigen Länder des „ehemaligen Jugoslawien“ verschwinden auch mehr als 25 Jahre nach der Auflösung des sozialistischen Jugoslawiens und 13 Jahren nach dem EU-Beitritt noch oft im Nebel. Südlich von Österreich und östlich von Venedig liegt Slowenien. Informiert man sich im Internet, so kommen als erste Beschreibungen, dass dort eine Vielzahl an Sprachen gesprochen werden und die Seen und Flüsse wunderschönes klares Wasser in allen Schattierungen von grün, türkis und blau haben.

„SPRANA LJUBLJANA means washed out or exhausted Ljubljana.“ sagt der Kellner, der um die Ecke schaut um zu sehen, was ich an der Hauswand des Cafés fotografiere. „I have never seen that before. Thank you for showing me.“ Ich sehe dieses Streetart Schablone häufiger in den nächsten Tagen. Der Lack schimmernd, Platz und Untergrund sorgfältig gewählt. Auch das große Katzengesicht begegnet mir. Ljubljana ist vegan, hip, elegant und freundlich.

Spätsommer, Wärme – die Farben sind weich. Die Fenster der Häuser öffnen nach außen. An jedem Haus gibt es einen Schmuck, ein Detail, einen besonders schönen Schatten zu entdecken. Bei Regen leuchten die Dächer intensiver rot und der Fluss wird unruhig dunkelgrün. Unter einer der vielen Brücken sehe ich das Wasser glatt und spiegelnd. Die Ampel zählt den Fußgängern in großen Ziffern die viel zu lange Wartezeit herunter und meine Turnschuhe durchnässen. Kurze Zeit später ist alles wieder trocken und die noch feuchten Ritzen des Asphaltes zeichnen bizarre Muster.

Jeden Tag verkaufen auf dem Markt an langen, grünen Tischreihen regionale Anbieter_innen ihre Ernte. Einige Kisten tiefblauer Merlot-Trauben, Brombeeren, Kranbeeren, Pilze oder Feigen in allen Farben.

Bei meiner Suche nach dem „typisch slowenischen“ begegne ich den Illustrationen von Ancka Gosnik-Godec. Sie wurde 1927 geboren, malte in den Bergen und gerne nachts, wenn es still war. Ancka Gosnik-Godek feierte 2017 ihren 90. Geburtstag und erhielt in diesem hohen Alter endlich Anerkennung für ihre Arbeit. In einem der Antiquariate findet die geduldige Buchhändlerin die Ausgabe eines Kinderbuchs mit ihren Illustrationen für mich. Die Kultur und Landschaft Sloweniens scheint ein guter Nährboden für fantastische Geschichten und Märchen zu sein.

Die Shambhala Gruppe Ljubljana organisiert im nächsten Frühjahr eine Einführung in die Meditation: Shambhala Training Level I: The Art of Being Human. Das Wochenende wird in Englisch unterrichtet. Sobald ich das genaue Datum weiß, aktualisiere ich es hier!

Empfehlenswerte Orte
*Teehaus Casa Hijna
*Café Primel im botanischen Garten
*die Julischen Alpen
*das türkise Wasser der Soča
*Franja Partisan Hospital. Ein ganzes Dorf wirkte im 2. Weltkrieg als Partisanenkrankenhaus
*Zeitgenössische Kunst im MG+MSUM
*Den Lesesaal der Bibliothek, eines der Werke des Architekten Jose Plecnik, zerstörte 1944 ein Flugzeug. Es flog mittenrein! Was für eine Zerstörungswut. Heute lernen im restaurierten Raum immer noch Student_innen. Am Wochenende oder im Sommer ist er geöffnet für Besichtigungen.

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